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Fairtrade-Umsatz steigt weiter

Fairer Handel wächst um 22 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro

Fairtrade-Umsatz steigt weiter © TransFair e.V. / Sean Hawkey
Peru ist eines der wichtigsten Lieferländer für faire Bananen. 92.000 Tonnen der Südfrucht wurden 2018 mit Fairtrade­-Siegel verkauft, rund 13 Prozent aller Bananen auf dem deutschen Markt.

2018 stieg der Umsatz mit Fairtrade-Produkten um 22 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro. Produzenten im globalen Süden erwirtschafteten 29 Millionen Euro Prämiengelder durch Fairtrade-Verkäufe nach Deutschland: Vor allem immer mehr Kaffee, Kakao, Bananen und Rosen, aber auch Textilien aus fairem Handel finden den Weg in unser Land.

Es sind inzwischen 1,7 Millionen Kleinbauern und Beschäftigten im Fairtrade-System, denen durch fairen Handel höhere Absätze ermöglicht werden. Bei den Lebensmittel erreichten Fairtrade-Bananen einen Marktanteil von 13,5 Prozent, das sind 92.000 Tonnen und sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders positiv: 90 Prozent sind zusätzlich Bio-zertifiziert. Lidl hat als erster Anbieter in Deutschland hat sogar begonnen, sein Sortiment schrittweise komplett auf Fairtrade umzustellen.

Rund 20.000 Tonnen fairer Röstkaffee gingen 2018 über die Ladentheken, 11 Prozent mehr als 2017. Damit erreicht Fairtrade-Kaffee einen Marktanteil von 4,5 Prozent. Der Absatz von Kakao, der nach Fairtrade-Standards gehandelt wurde, stieg um 48 Prozent auf 55.000 Tonnen – ein Marktanteil von 10 Prozent.

Im Non-Food-Bereich bleiben Fairtrade-Rosen beliebt mit einem Absatzplus von 5 Prozent. 427 Mio. Stück wurden hierzulande verkauft, das sind 28 Prozent aller Rosen. Verkäufe von Textilien aus fairer Baumwolle legten um 14 Prozent zu: Knapp 14 Millionen Kleidungsstücke und Accessoires kauften Verbraucher im vergangenen Jahr.

Trotz positiver Marktentwicklung verkaufen nach TransFair die Kooperativen und Plantagen immer noch zu geringe Anteile ihrer Ernte unter Fairtrade-Bedingungen. Nachhaltige Entwicklung im globalen Süden brauche neben verbesserten Marktzugängen deshalb veränderte politische Rahmenbedingungen: „Ganz am Anfang von globalen Lieferketten müssen ökologische und soziale Mindeststandards eingehalten werden, die in Europa längst selbstverständlich sind“, forderte Bundesminister Gerd Müller. „Dafür tragen auch Unternehmen Verantwortung. Viele tun das bereits. Es geht aber darum, dass alle deutschen Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen.“


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