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Modulare Technologie für städtische Farmen

Modulare Technologie für städtische Farmen © iFarm

Das russische Unternehmen iFarm entwickelt modularisierte, automatisierte Farmen, in denen ganzjährig Gemüse, Salate und Beeren im städtischen Umfeld und ohne Pestizide und Einsatz von Chemikalien produziert werden können. Jetzt hat iFarm von mehreren Investoren insgesamt Kapital in Höhe einer Million Dollar aufgenommen. Im Jahr 2019 plant iFarm den Eintritt in den internationalen Markt und die Weiterentwicklung der iFarm-Technologie.

iFarm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und ermögliche es, den städtischen Pflanzenbau über einfach zu bedienende Plug-and-Play-Module schnell in Gang zu bringen. Die Anleitungen für den Anbau könnten aus einer zentralen Datenbank heruntergeladen werden, außerdem beinhalteten die Module auch Saatgut, Düngemittel und Elektronik; alles sei für eine städtische Umgebung optimiert und es würden deutlich weniger Strom, Wasser und Düngemittel benötigt, als bei herkömmlichen Gewächshausmethoden.

Das Unternehmen wurde im Juni 2017 gegründet und startete noch im selben Jahr seine ersten städtischen Gewächshäuser und vertikalen Farmen. Bis Ende 2018 habe das Unternehmen ein Team von über 30 Fachleuten aus den Bereichen Landwirtschaft, IT, Technik und Vertrieb gebildet, fünf Gewächshäuser und vertikale Farmen gebaut, einen eigenen Shop eröffnet und Partnerschaften mit Restaurants und dem Lebensmitteleinzelhandel aufgebaut.

Farmen könnten in leeren Lagerhallen, Werkstätten, Kellern oder auf den Dächern von Gebäuden aufgebaut werden. Jede sei mit einem Cloud-basierten Managementsystem, das die Anbaubedingungen festlege, und einem einheitlichen Vertriebsnetz verbunden. Es würden keine Pestizide verwendet und die Pflanzen müssten nicht für eine Lagerung chemisch behandelt werden, da die Lieferung an die Verkaufsstellen innerhalb einer Stunde nach der Ernte erfolge.



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