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Weihnachtssortimente: Alle Jahre wieder ein Renner

Weihnachtssortimente: Alle Jahre wieder ein Renner © Fotolia_Alexander Raths

Als typische und beliebte Saisonware sind Weihnachtsartikel für Handel und Hersteller gleichermaßen wertvoll. Mit der verbreiteten Einstellung, dass es in dieser Zeit durchaus etwas Besonderes sein darf, achten die Verbraucher vermehrt auf Klasse denn auf Masse. Insofern erfreuen sich Bio-Weihnachtssortimente wachsender Nachfrage. Zumal die Hersteller oft weitere Mehrwerte von vegan oder glutenfrei bis zu fair gehandelt oder Manufakturcharakter bieten.

Alljährlich steht der Handel vor der Frage, womit er in der Vorweihnachtszeit Kunden anzieht und wie er sich vielleicht profilieren kann. Bio-Produkte stellen hier eine gute Möglichkeit dar, zumal die Auswahl alle wichtigen Produktkategorien umfasst:

Bio-Gebäcke

  • Kekse
  • Lebkuchen und Honigkuchen
  • Marzipanprodukte
  • Confiserie
  • Stollen und Früchtebrot

Bio-Schokoladenprodukte

  • Schokoladenfiguren
  • Schokoladentafeln
  • Adventskalender

Passend dazu bieten sich an

  • Bio-Tees
  • Bio-Backzutaten von Gewürzen bis zu Kuvertüre
  • Bio-Nüsse
  • Bio-Zitrusfrüchte, frisch

Details dazu, was es zur kommenden Weihnachtssaison gibt, geben die Hersteller meist im Frühjahr. Die Auslieferung hängt zwar vom Produkt ab, ist aber bei der haltbaren Trockenware in der Regel ab August, September möglich.

Anregungen für die Zusammenstellung eines Bio-Weihnachtssortiments können sich Händler dann zum Beispiel bei Online-Shops holen. So findet sich auf der Seite von Boutique vegan, die auch Groß- und Einzelhändler beliefern, ein extra Weihnachtsspecial. Weihnachtsfiguren, Lebkuchen und Marzipan sowie Plätzchen und Gebäck betitelt das Unternehmen die Unterkategorien bei den Weihnachtsnaschereien. Wer es sich ganz einfach machen will, hat alternativ die Möglichkeit, sich ein Weihnachtsset zusammenstellen zu lassen.

Aus der Bio-Weihnachtsbäckerei: In allerlei Formen und von mürbe-zartem Biss

Zu den traditionell in der Vorweihnachtszeit besonders beliebten Keksen zählen Spekulatius, Vanille-Kipferl, Zimtsterne und ähnliche Plätzchen. Gemeinsames Merkmal vieler Bio-Kekse ist, dass sie ihren  Charakter und Geschmack hochwertigen Zutaten wie Butter und feinen Gewürzen, gern Dinkelmehl und teils Nüssen verdanken.

Beispielsweise das Keksquartett von der Bohlsener Mühle, bei denen sich auch andere mehr oder weniger verbreitete Merkmale von Weihnachtssortimenten insgesamt wiederfinden. Neben dem weihnachtlichen Dekor der Folienbeutel lässt sich zum einen das auf Wunsch erhältliche attraktive Display nennen. Zum anderen wird Kundennähe gesucht - mal durch die Idee, bei den Butterplätzchen ein Loch zum Aufhängen einzubacken, oder mal durch Rezepte zum Nachbacken im Ofen.

Während es sich bei den Bohlsener Keksen um Bioland-Produkte handelt, tragen die sechs Saison-Klassiker von Biback / Sommer & Co. das Demeter-Siegel. Wie beim normalen Keksangebot hat das Unternehmen die auch bei manchen anderen Unternehmen bevorzugten Klarsichtbeutel mit Reiteretikett gewählt. Die Nachfrage nach den einzelnen Sorten sei insgesamt immer wieder gut, aber regional etwas unterschiedlich, heißt es auf Nachfrage. Tendenziell würden im Norden mehr Spekulatius gekauft, im Süden seien dagegen nicht zuletzt die Anissterne beliebt.

Stichwort Spekulatius: Die bildgeprägten Kekse zeugen einmal mehr vom Bio-Ansatz, Abwechslung im Detail zu bieten. So gibt es sie mit Weizen- oder Dinkelmehl oder glutenfrei, mit Rohrohrzucker oder Reissirup, mit oder ohne die typischen aromatischen Gewürze.

Mit sehr aufwändigen Verpackungen halten sich viele Bio-Hersteller allerdings eher zurück. Sie beschränken sich auf kleine Details wie Sterne oder Schleifenbänder. Erdmann-Hauser ergänzt in diesem Zusammenhang, dass sie anstelle von großen Werbeaktivitäten ihre Saatgutkampagne unterstützen würden. Das macht Sinn, auch weil nach eigenen Angaben bei den Kunden derzeit neben Produkten auf Basis von traditionellen Rezepturen Zutaten aus deutscher Landwirtschaft gefragt sind.

Mit Bio-Qualität plus großer, nicht alltäglicher Auswahl Punkte sammeln
Der Hinweis auf gegebenenfalls vegane Rezepturen ist bei den meisten Bio-Anbietern mittlerweile  selbstverständlich. Dazu kommt, dass bei weihnachtlichen Leckereien genauso auch Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten fündig werden. Dafür sorgen Anbieter wie die Naturkornmühle Werz, die Hammermühle oder Alnavit.

So führt Werz zum einen ein Dinkel-Weihnachtssortiment und zum anderen verschiedene saisonale glutenfreie Backwaren, unter anderem 4-Korn-Spekulatius und Reis-Vanille-Kipferl, die immer wieder gut nachgefragt werden.

Hammermühle organic ist eine Partnermarke der Minderleinsmühle, unter deren Dach sich auch Rosengarten befindet. Als etablierter Gebäck-Spezialist decken diese mehr oder weniger das ganze Spektrum ab: Dinkel-Spekulatius, -Spitzbuben und mehr sowie Lebkuchen bilden dabei einen Schwerpunkt, liebevoll gestaltete und verpackte Schokoladenfiguren einen zweiten. Dazu passt eine kleinere weihnachtliche Confiserieauswahl.

Nicht minder umfangreich gestaltet sich das Sortiment von Rosmarin Bioback, wozu wiederum zahlreiche Monoprodukte gehören. Traditionelles Weihnachtsgebäck wird hier begleitet von verschiedensten Lebkuchen, Nougat- und Marzipan-Confiserie sowie Marzipanfiguren und -masse. Ihre Abnehmer seien immer wieder interessiert an originellen, neuen Ideen, sagt Inhaber Ingo Karrasch. Dem kommt der Betrieb unter anderem mit Nougat-Baumstämmen, glasierten Lebkuchenpferden oder Ananasbomben entgegen.

Honig- und Lebkuchen: gut lagerfähig, aber doch gern sofort vernascht
Während viele Verbraucher gern auch selber Plätzchen backen, ist das bei den aufwändigeren Weihnachtsklassikern à la Honig- und Lebkuchen eher selten der Fall. Bis ins Mittelalter reicht die Tradition der ,Lebküchnerei‘ zurück, wobei Nürnberg nach wie vor ein Zentrum bildet.

Die geschützte Bezeichnung ,Nürnberger Lebkuchen‘ garantiert, dass diese tatsächlich dort hergestellt wurden. Daneben definieren die Leitsätze für feine Backwaren heute  verschiedene Sorten, wobei der Anteil an Ölsamen das entscheidende Qualitätsmerkmal ist (unter anderem einfache Oblatenlebkuchen: mind. sieben Prozent Ölsaaten, Elisenlebkuchen: mind. 25 Prozent Mandeln, Hasel- o. Walnüsse).

Zusätzlich zu den bereits genannten Herstellern sind im Bereich Bio-Lebkuchen unter anderem die Nürnberger Bio Originale, Eisblümerl und Werz  sowie – schon erkennbar am Firmennamen - Lebkuchen Schmidt ebenfalls aus Nürnberg und Lebkuchen-Bäcker Konrad Friedmann aus Mannheim aktiv.

Wer eine große und hochwertige Auswahl sucht, ist zum Beispiel bei den Nürnberger Bio Originalen richtig, darunter unter anderem schokolierte Elisenlebkuchen mit stolzen 40 Prozent Ölsaaten, klassische Oblaten-Lebkuchen und gefüllte Herzen. Zugleich produziert der Hersteller auch für andere, wie etwa Dennree.

Die Produkte von Konrad Friedmann sind nicht von ungefähr auch überregional bekannt. Weiße- und Glühwein-Lebkuchen ergänzt der Slow-Food Partner unter anderem mit Honiglebkuchen in unterschiedlichen Größen und Formen (Herzen, Sterne, Rauten, Männchen etc.). Dazu verwendet er einerseits möglichst regional bezogene Zutaten und süßt ausschließlich mit Honig in unterschiedlichen Sorten. Die Handarbeit erstreckt sich bis auf die Verpackung, mal verschweißt und gebunden oder mit Schleifchen. Das Auge isst halt mit.

Marzipan hat mit Weihnachten und Ostern zwei Hochzeiten. Während manche Unternehmen ein, zwei Klassiker mit im Programm haben, führen Funsch oder Lubs die weiche Süßware auf Basis von Bio-Mandeln und mit Honig oder Rohrohrzucker im Kernsortiment. Rosmarin Bioback ist in diesem Bereich ebenfalls stark vertreten, wobei die Auswahl von Marzipankartoffeln bis zu Marzipanbrot und neuerdings einem veganen Nikolaus oder originellen Kurkuma-gelben Sternen reicht.

Ideal für die Theke oder Displays: Weihnachtliche Confiserie und Stollenvariationen

Das handwerkliche Können eines Konditors oder Feinbäckers macht mit persönlicher Handschrift Bio-Confiserie-Artikel zu dekorativen Spezialitäten. Bei Baumkuchenspitzen, Dominosteinen, Schoko-Zimt-Mandeln macht sich eine gute Qualität der Zutaten besonders bezahlt. Mit einer attraktiven Auswahl sind Rosengarten und Rosmarin Bioback vertreten, aber auch nicht wenige Bio-Bäckereien wie der Steinofenbäcker aus Ibbenbüren oder die Kaiser Biobäckerei aus Mainz-Kastel ergänzen mit den Artikeln ihre Backwarenauswahl.

Die Bäckereien backen passend zur Winterzeit oft auch Stollen und saftiges Früchtebrot. Als deutsches Traditionsprodukt sind Stollen weltweit bekannt, wobei es wieder unterschiedliche Vari- anten und Qualitäten gibt. Das zeigt sich gut bei der Herzberger Biobäckerei, deren große und kleine Stollen bevorzugt im SB-Regal zu finden sind: Christstollen mit reichlich Butter, veganer Christstollen, mit Dinkel oder mit Marzipan, ergänzt durch das erfolgreiche Stollengebäck.

Mit und aus Schokolade - zu Weihnachten oft gewürzt

Die Übergänge zwischen Confiserie, Plätzchen und gegossenen Schokoladenprodukten sind fließend, wobei etwa Rosengarten gleich alles anbietet. Sowohl hier als auch bei den reinen Schokoladenanbietern finden Kunden ebenso Figuren in Stanniolpapier wie in Klarsichtfolie. Die Range aus Weihnachtsmännern, Nikoläusen, Tannenbäumen und anderes wird mal aus weißer Schokolade, mal aus Vollmilch- und mal aus Zartbitterschokolade hergestellt, ergänzt durch vegane Figuren mit Reisdrink.

Während die preislich attraktive Auswahl an Hohlfiguren bei Klett Schokoladen und die seltenen fruktosefreien Weihnachtsmänner plus Schoko-Täfelchen von Frusano überschaubar ist, zeichnen sich die Produkte von Chocolat Schönenberger (Schweiz) durch Abwechslung, Manufaktur-Charakter und Fairtrade-Qualität aus. Einen Eindruck von den ungewöhnlichen Motiven vom Schmunzel-Nikolaus bis zu Weihnachtsmann mit Elch auf Schlitten können die Kunden in einem speziellen Weihnachtskatalog gewinnen.

Fairness und Weihnachten passen sehr gut zusammen. Schon 2004 brachte die Gepa die ersten  Weihnachtsfiguren aus fairem Handel auf den Markt, die seither in verschiedenen Formen und Größen immer wieder gern gekauft werden. Zum sozialen Mehrwert passt, dass die Gepa auf einen ‚echten Nikolaus‘ mit Mitra und Bischofsstab setzt. In den letzten Jahren hätten sie davon jeweils rund 400.000 Stück abgesetzt, freut sich Pressesprecherin Brigitte Frommeyer.

Nicht fehlen soll bei dem Überblick über süße Weihnachtsartikel ein zartschmelzender Abschluss in Form von Schokolade – ebenfalls ein beliebtes Mitbringsel. So bringt etwa Ecofinia unter der Marke Vivani jedes Jahr eine saisonale Winterschokolade heraus, 2017 mit Spekulatiusstücken, Bourbon-Vanille, Zimt und Kardamom. Schließlich ist die Weihnachtssaison für Schokolade die wichtigste Zeit des Jahres.

Bettina Pabel

Adventskalender mit Bio-Kleinigkeiten
kommen auch bei den Großen gut an

Was die beliebten Adventskalender betrifft, so findet man diese längst auch bei den Bio-Anbietern. Rosengarten und Gepa verstecken klassisch Schokolade hinter den Türchen, während zum Beispiel Govinda Natur edles Konfekt und Foodloose kleine Nussriegel wählt. Eine nette Variante findet man bei einigen Tee-Anbietern, zum Beispiel die Adventskalender-Teeboxen von Lebensbaum oder Yogi-Tee.


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