Start / „Wir wollen zukunftsfähig bleiben!“

AöL

„Wir wollen zukunftsfähig bleiben!“

Treffen der Generationen beim AöL-Jubiläum

„Wir wollen zukunftsfähig bleiben!“

Vor 30 Jahren wurden sie noch zu Spinnern erklärt, heute haben Hersteller ihre Bio-Lebensmittel fest im Markt etabliert. Doch wie war das damals genau? Und wie wird Bio in Zukunft sein? Diese Fragen beschäftigten die Mitglieder der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller zu ihrem 15-jährigen Jubiläum, das am 17. und 18. Oktober in Fulda gefeiert wurde.

„Unser gemeinsamer Nenner war schon in den 70er Jahren: hier läuft irgendwas falsch und wir wollen etwas dagegen tun“, sagte Volker Krause von der Bohlsener Mühle, der über die Anfänge der Bio-Bewegung sprach. Sie sei zu Beginn sehr chaotisch gewesen und heute habe man sie zu einem eigenen Markt für ökologische Lebensmittel entwickelt. „Wir müssen darauf achten, dass unser Bio-Markt nicht im Konventionellen untergeht“, so Krause.

Der geschäftsführende Vorstand der AöL, Dr. Alexander Beck betonte Impulse wie clean labeling, Veggie-Bewegung und nachhaltiges Management, die die Öko-Branche gesetzt hat. „Wir sehen das Nischenkonzept und die Ausdehnung in den Gesamtmarkt immer noch als Gegensatz“, so Beck. Die Frage nach Innovationen und wissenschaftlicher Untermauerung werde in Zukunft wichtig sein und die Branche müsse neue Entwicklungen an ihren Zielen messen. Die entscheidende Frage wird sein, so Beck, wie „wir unsere inhaltlichen Anliegen in die künftige Generation tragen können“.

Über ihre Werte und Motivationen sprachen Gründungsmitglied Peter Geldner (Meyermühle) und Jungunternehmerin Christina Marcon (Meyer Gemüsebearbeitung) auf dem Podium. Im anschließenden World Café, das die AöL-Jungunternehmer organisierten, tauschten sich die Mitglieder rege zum Thema „Wie sieht Bio 2050 aus“? Szenarien, die aufkamen, waren unter anderem, dass es eine „Zweiklassenernährung“ zwischen Bio-Lebensmitteln und Labor Food geben könne, Bio durch die Internalisierung der Kosten günstiger und Innovationen schnelllebiger werden, Bodenfruchtbarkeit das entscheidende Thema im Nachhaltigkeitsbereich wird und Rohstoffe dorthin wandern, wo das Kapital ist.

Neben der inhaltlichen Arbeit bekam die AöL auch personellen Zuwachs: Gudrun Schweisfurth von den Herrmannsdorfer Landwerkstätten wurde von der Mitgliederversammlung zum neuen AöL-Vorstand gewählt und will sich vor allem der Bildungsarbeit widmen.


Das könnte Sie auch interessieren

Schluss mit den Turbopflanzen

AöL fordert Vielfalt im Saatgut

Schluss mit den Turbopflanzen

Wenige Konzerne kontrollieren den weltweiten Saatguthandel – auf Kosten von Vielfalt und Nachhaltigkeit. Turbopflanzen, die auf bestimmte Merkmale hochgezüchtet sind, bestimmen den Markt. Die Mitglieder der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL), die sich am 9. November in Sarleinsbach/Österreich zum Austausch trafen, fordern von der EU gesetzliche Vorgaben zu mehr Saatgutvielfalt. Das Bewusstsein um die Bedeutung der Saatgutpflege durch unsere Bauern muss gefördert werden.

09.11.2017mehr...
Stichwörter: AöL

Neue Regierung muss Weichen stellen

AöL fordert Erreichen der Nachhaltigkeitsziele

Die Grenzen unseres Planeten sind längst erreicht, das Artensterben ist dramatisch und Menschen aus Drittweltländern fliehen aus purer Not nach Deutschland. Die Aufgaben der neuen Bundesregierung sind enorm. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) fordert deshalb die neue Regierung dazu auf, die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals), die 2016 in Kraft traten, dringend einzuhalten und in ihre Koalitionsverhandlungen einzubeziehen.

27.10.2017mehr...
Stichwörter: AöL