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Naturland

Entwicklungsminister Müller setzt auf Öko-Landbau

Naturland bringt Öko-Kompetenz in der Entwicklungszusammenarbeit ein

Naturland begrüßt das klare Bekenntnis von Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller zum Öko-Landbau. „Die ökologische und sozial orientierte Landwirtschaft ist der Schlüssel zur Bekämpfung von globalen Umweltproblemen, Hunger und Armut. Es ist gut, dass diese Erkenntnis aus dem Weltagrarbericht 2008 künftig auch die Entwicklungspolitik der Bundesregierung prägen soll“, sagte Naturland Geschäftsführer Steffen Reese am Montag in Gräfelfing. Reese reagierte damit auf eine Ankündigung von Bundesminister Müller, wonach die innovativen Methoden des ökologischen Landbaus in der Entwicklungspolitik in Zukunft eine zentrale Rolle spielen sollen.

In seiner Rede zur Verleihung des ‚One World Award‘ beim Öko-Lebensmittelhersteller Rapunzel hatte Minister Müller zuvor das Wissen und die Methoden des Öko-Landbaus als „Schlüssel für eine nachhaltige Landwirtschaft“ in Afrika und Indien bezeichnet und die Schaffung eines „Wissenszentrums für ökologische und klimabewusste Landwirtschaft“ gemeinsam mit der Öko-Branche angekündigt. „Die Ökolandbewegung hat das Wissen. Wir tragen es mit unserer Entwicklungszusammenarbeit mit Tausenden von Partnern in jedes Dorf, auf jedes Feld und damit trägt es auf der ganzen Welt Früchte“, sagte der Bundesminister am Freitagabend in Legau im Allgäu.

Naturland bietet Öko-Kompetenz in der Entwicklungszusammenarbeit

Ein Beispiel für ein solches gemeinsames Vorgehen von Bundesregierung und der Öko-Bewegung ist Kooperation zwischen Naturland und dem Grünen Innnovationszentrum in Kamerun bei der Umstellung einer Kakao-Kooperative auf ökologischen Anbau. Die Grünen Innovationszentren sind ein Projekt des Ministers, das die Situation von Kleinbauern durch Innovationen in der Landwirtschaft verbessern soll.

Darüber hinaus starten Naturland, der Weltdachverband der Bio-Organisationen (IFOAM)  und  das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gerade in eine Kooperation mit sieben der Grünen Innovationszentren in Afrika und Indien, um sie dabei zu unterstützen, die Potenziale des Öko-Landbaus zu erkennen und auszubauen. „Wir unterstützen Minister Müller auf dem von ihm eingeschlagenen Weg, die Situation der Kleinbauern weltweit durch Öko-Landbau zu verbessern. Dazu gehört auch, dass wir diese Politik über den Wahltag hinaus einfordern werden“, sagte Geschäftsführer Steffen Reese.

One World Award für Naturland Partner aus Palästina

Einer der Preisträger, die in Legau am Freitag mit dem ‚One World Award 2017‘ ausgezeichnet wurden, ist der Naturland Partner Nasser Abufarha, Direktor von Canaan Fair Trade aus Palästina. Er hat in der von Konflikten gezeichneten Region ein Projekt aufgebaut, das für Tausende von Bauern und deren Familien eine Zukunft schafft. Diese Pionierleistung im Öko-Landbau und Fairen Handel im Nahen Osten ist eines von vielen Beispielen, die zeigen, wo die Potenziale liegen. Am Mittwoch den 13. September wird Nasser Abufarha in München sein und das Projekt vorstellen.

Mutmacher Projekt aus Palästina: Wie öko-faire Oliven Zukunft schaffen, Mittwoch, 13. September 2017, 19 Uhr, in München in der Seidlvilla, am Nikolaiplatz 1.


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