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Frühstück

Wertvolle Bio-Produkte bereichern Frühstückstisch

Das Frühstück gilt zu Recht als wichtigste Mahlzeit des Tages. Vor allem Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene profitieren von einer gesunden und in Ruhe genossenen Morgenmahlzeit, um Energie und Konzentration für den Tag zu tanken. Das Was und Wieviel darf dabei durchaus unterschiedlich sein. Schließlich sind die Vorlieben und Verträglichkeiten individuell sehr verschieden. Während manche Menschen eher sparsam starten, vielleicht mit einem Tee und einem Honig-Toast oder nur etwas Obst, bevorzugen andere einen herzhaften Start mit Käse, Wurst und Ei. Für wieder andere geht nichts über Müsli und Co.

Die Frühstückskarte in einem Café macht es deutlich, genauso die Auswahl am Hotelbuffet: Das eine typisch deutsche Frühstück gibt es nicht. Vielmehr spiegeln sich sowohl regionale Vorlieben als auch internationale Einflüsse. Das zeigt sich besonders bei den Backwaren. Die Auswahl reicht längst von Laugenbrezeln mit Butter (Bayern), zimtigen Franzbrötchen (Hamburg) bis zu blättrigen Croissants und Baguettes (Frankreich).

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Blick auf unsere europäischen Nachbarländer: Stellt man sich die D-A-CH Staaten Deutschland, Österreich und Schweiz als Zentrum vor, so fällt das Frühstück in den davon südlich gelegenen Ländern inklusive Frankreich vergleichsweise dürftig aus. Ein heißer Kaffee und ein süßes Gebäckstückchen spielen die Hauptrolle.

Charakteristisch für das traditionelle Frühstück in den Ländern des oberen Bogens von Großbritannien über Skandinavien bis zu Polen ist dagegen, dass schon morgens Herzhaftes wie Schwarzbrot mit Wurst und Fischprodukte auf dem Tisch stehen. Andererseits werden auch oft Getreidebreie und andere Cerealien gegessen. Was die Benelux-Länder betrifft, fällt zum Beispiel das Faible der Niederländer für Süßes auf. Alle diese Tendenzen fließen jedenfalls in die Frühstückslandschaft der D-A-CH-Staaten ein. Was hier jedoch dazu kommt: Die Freude am ausgedehnten Frühstück. Vor al-lem am Wochenende, wobei dann gern frische Brötchen und, anders als in der Woche, auch mehrere Sorten Aufstrich oder Käse sowie Eier auf den Tisch kommen. 

Bio-Sortimente für den Frühstückstisch

Je nach Geschmack stellen sich Verbraucher ihr Frühstück aus folgenden Warengruppen zusammen:

  • Backwaren: Brötchen, Croissants, Toast, Brot, Knäckebrot, Zwieback
  • Butter, Quark und Frischkäse
  • süße Aufstriche: Fruchtaufstriche und Konfitüren, Frucht- und Nussmuse, Honig; Nuss-Nougat- oder Schokocreme
  • herzhafte Aufstriche: pflanzliche Brotaufstriche, Streichwurst
  • Käse, Wurstaufschnitt und Schinken
  • Cerealien: Flocken, Müsli, Frühstücksbrei.
    mit Milch, Milchalternativen oder Jogurt sowie
  • Extras: Eier (gekocht, gebraten mit und ohne Speck), Obst, Gemüse, Tomate-Mozzarella, Lachs u.v.a.m.
  • warme Getränke: Kaffee, Tee oder Kakao
  • kalte Getränke: Säfte und Smoothies

Alle Produkte können die Verbraucher in Bio-Qualität bekommen, inklusive einer großen Auswahl an Produkten für Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen. Für Bio spricht unter anderem, dass der ‚jungfräu- liche‘ Magen am Morgen besonders aufnahmebereit für natürliche Inhaltsstoffe ist und nicht mit Industriezucker, künstlichen Vitaminen und Zusatzstoffen belastet werden sollte. Zum anderen reagieren die Geschmacksrezeptoren noch sehr sensibel. Vor allem bei Brot, Käse, Jogurt frischen Produkten und ähnlichen frischen Lebensmitteln kommt der authentische Geschmack meist deutlich zum Vorschein.

Unabhängig davon lassen sich für alle Warengruppen Bio-Vorteile nennen. Bei Wurst und Schinken, Käse und anderen Milchprodukten sowie Eiern und Honig zählt dazu vor allem die artgerechte Haltung der Tiere. Das reicht von reichlich Auslauf und mehr Platz im Stall über GVO-freie Fütterung und Vermeidung von Antibiotika bis zu würdigen Schlachtbedingungen.

Bei Milch kommt die Auswahl zwischen Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch hinzu, die alle möglichen rein pflanzlichen Drinks ergänzen. Traditionelles Bäckerhandwerk mit langer Teigführung und ohne zwielichtige Backmittel sorgt dann bei Backwaren für hohe Bekömmlichkeit und Aroma. Ebenso die vielfältige Auswahl an Mehl und Schrot,  von Dinkel bis zu Reis für Zöliakiebetroffene, wobei stets auch Vollkornprodukte dabei sind.

Süße Aufstriche punkten ihrerseits unter anderem mit einem hohen Fruchtgehalt oder innovative Nuss-Nougat-Varianten, bei denen entweder Palmöl aus geprüftem ökologischem Anbau oder alternativ Bio-Kokos- und Sonnenblumenöl für Cremigkeit sorgen. Was die Getränke betrifft, so werden Bio-Säfte direkt gepresst – aus erntereifen Früchten –, und Kaffee oder Tee liegen partnerschaftliche faire Handelsbeziehungen zugrunde. Abschließend sei aber  nicht verschwiegen: Bei Eiern, Obst und Gemüse reicht die regionale Rohwarenmenge nicht aus, um den großen Bedarf an Bio-Produkten zu decken. Daher muss vieles zwangsläufig noch importiert werden.

Bettina Pabel

Frühstückstrends aus der Nachbarschaft – als Ideengeber für die nächste Sonderaktion?

Österreich und Schweiz: Das Frühstück in den Alpenländern ähnelt dem deutschen. Regionale Besonderheiten gibt es trotzdem, etwa bei der Auswahl an Backwaren – Kaisersemmeln und Kornspitz in Österreich, Vinschger in Südtirol oder süßer Hefezopf in der Schweiz, wo auch das klassische Bircher-Müsi seine Wurzeln hat.

Mittelmeerländer: Gemeinsames Merkmal der südlichen Länder ist, dass hier nur sparsam gefrühstückt wird. Oft beschränkt es sich auf einen Espresso oder Caffè Latte (für Kinder Kakao), und ein süßes Stückchen. Bei der ausgiebigeren späten Variante kommen unter anderem Toast, Rührei oder Omelett, Frischkäse oder Salami, Wassermelone und Tomaten auf den Tisch.

Frankreich: Für ihr ‚petit déjeuner‘ brauchen die Franzosen im Prinzip nur einen großen Bol Café au lait, passend dazu ein Stück Baguette oder ein buttriges Croissant. Süßschnäbel genießen auch gern ein kleines lockeres Pain au Chocolat.

Großbritannien: Schottland und England gelten als die Porridge-Mutterländer schlechthin, mal mit einer Prise Salz und mal etwas Zucker in Wasser gekocht. Angerichtet wird der Haferbrei mit süßem Sirup, etwas Butter, frischer Milch oder Sahne. Genauso bekannt sind die Briten für ihr Breakfast mit gebratenen Würstchen, Speck, Eiern und gebackenen Bohnen plus Buttertoast. Dass es dazu Tee gibt, versteht sich von selbst.

Dänemark: Zu den traditionellen Frühstücksprodukten der Dänen gehört neben Haferbrei unbedingt Fruchtjogurt, dens es praktischerweise gleich in Großpackungen gibt. Ansonsten essen die Dänen gern helle Rundbrötchen mit salziger Butter, weicher Marmelade oder Schokotäfelchen bzw. kräftiges  Roggenbrot (rugbrød) mit einer der zahlreichen Käsespezialitäten.

Schweden: In den nordischen Ländern gibt es morgens nicht nur Brot mit Butter und Marmelade, sondern durchaus schon mal Fisch. Und Eier werden seltener aus dem Becher gelöffelt als in Form von gekochten halbierten Eiern (teils mit Kaviarcreme) genossen.

Holland: Viele Holländer versüßen sich den Tagesbeginn mit gebuttertem Brot, weichen Brötchen oder fluffigem Toast, bestrichen etwa mit Apfelkraut, Erdnussbutter oder Schokostreusel (hagelslag). Letztere passen genauso zu warmen süßen Pfannkuchen. Als herzhafte Alternative greifen die Niederländer – wenig erstaunlich – zu Käse.

Belgien: Im Normalfall dem deutschen Frühstück ähnlich, beinhaltet das typische belgische Morgenessen zum Beispiel Rührei mit Frühstücksspeck oder gebratene Wurst und für süße Gaumen unter anderem Rosinenbrot.

Polen: Wer die deftige Küche mag, ist in Polen richtig. Gefrühstückt wird traditionell mit würzigem Rührei, Würstchen, Wurst oder Schinken. Auch Käse und Frischkäse (Quark) kommen auf Brot oder  Brötchen. Gemüse wie Tomaten und Gurken bereichern den Tisch. Zum Abschluss darf es dann aber noch ein süßer Hefekuchen sein.
 


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