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Jan Plagge als Präsident von Bioland mit großer Mehrheit wiedergewählt

Jan Plagge leitet auch künftig den bedeutendsten deutschen Bio-Verband. Die Bundesdelegiertenversammlung von Bioland hat den 45-jährigen Diplom-Agraringenieur mit 94 Prozent der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre als Präsident gewählt.

Hans-Jürgen Müller, Mitglied des Präsidiums von Bioland, zog eine positive Bilanz der letzten fünf Jahre. Der Verband hat mit der Basis ein Leitbild für die Landwirtschaft der Zukunft diskutiert und erarbeitet. Die Zahl der Betriebe und Flächen nahm um gut 14 Prozent zu. Bioland konnte insbesondere die Stellung im heimischen Markt in den letzten Jahren stark ausbauen und auch gesellschaftspolitisch weiter an Profil gewinnen. „Bioland wurde nach innen und außen gut durch unseren Präsidenten Jan Plagge vertreten – wir freuen uns daher über seine Wiederwahl“, sagte das langjährige Bioland-Mitglied Müller im Namen des Bioland-Präsidiums.

Jan Plagge dankte allen Mitgliedern, ehrenamtlich Engagierten und den Mitarbeitern für das gemeinschaftliche Wirken in den letzten fünf Jahren und brachte die aktuelle Entwicklung auf den Punkt: „Wenn man ehrlich ist, dauert die aktuelle Krise der Landwirtschaft schon Jahrzehnte an – immer mehr Abhängigkeiten, immer mehr Kosten- und Wachstumsdruck und dabei sinkende gesellschaftliche Akzeptanz. Wenn uns in den nächsten Jahren kein gemeinsamer Umbau durch alle verantwortlichen Kräfte gelingt, verlieren wir als Gesellschaft tausende von aktiven Bäuerinnen und Bauern.“

Für die kommenden Jahre will Plagge daher verstärkt Brücken bauen, zum einen um mehr konventionellen Betrieben eine betriebliche Zukunft und Heimat im Bioland-Verband anbieten zu können. Zum anderen um mit den Marktpartnern bis zum Verbraucher eine langfristig angelegte Partnerschaft für eine gemeinwohlorientierte Lebensmittelkette zu etablieren. „Wir müssen attraktive Bedingungen gerade für Jungbauern und Hofnachfolger schaffen und wirtschaftliche Perspektiven eröffnen. Dafür gestalten Bioland-Betriebe und Partner in Herstellung und Handel den Umbau der heimischen Landwirtschaft mit, vor allem indem sie die anonymen Rohwarenmärkte durch direkte langfristige Beziehungen vom Bauern bis zur Ladentheke ersetzen“, so Plagge. Plagge will auch in den kommenden Jahren die Arbeit an den Sieben Bioland-Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft als inhaltliche Richtschnur im Verband verfolgen und setzt auf aktive Bioland-Gruppen als Basis der Verbandsarbeit.

Seit März 2011 steht Jan Plagge bereits an der Spitze von Bioland. Zuvor baute er als Geschäftsführer der Bioland Beratung das bundesweite Beratungs- und Bildungsangebot für Bioland auf und war als Geschäftsführer des Bioland Erzeugerrings Bayern insbesondere für die Entwicklung und den Aufbau der Bioland Fachberatung in Bayern zuständig.

Die Arbeit von Jan Plagge wirkt über die Grenzen von Bioland hinaus. Seit 2011 wurde er in eine Vielzahl nationaler und internationaler Gremien berufen und gewählt: Er ist Vorstand im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sowie der IFOAM EU Gruppe (International Federation of Organic Agriculture Movements) und Vorsitzender der IFOAM EU Farmers Sector Gruppe.

In einem fünfjährigen Turnus wählen die Delegierten von Bioland auf der Bundesdelegiertenversammlung den Bioland-Präsidenten. Der Präsident vertritt den Bioland-Verband mit über 6.200 biologisch wirtschaftenden Mitgliedsbetrieben und über 1.000 Partnern in Verarbeitung und Handel nach innen und außen.


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