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Gefährdete Wildkräuter ansiedeln

Bioland-Naturschutzberatung unterstützt Projekt

Immer mehr Ackerwildkräuter wie der Große Frauenspiegel und Acker-Rittersporn verschwinden von den Feldern. Gemeinsam mit Bio-Bauern fördert die Bioland-Naturschutzberatung die Wiederansiedlung der gefährdeten Ackerwildkräuter in den Naturräumen Münchener Schotterebene und Fränkischer Jura.

Mit dem intensiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und künstlichen Dünger ist die heimische Ackerwildkräuter-Vielfalt drastisch zurückgegangen. Diese ist im biologischen Landbau durch die schonende Bewirtschaftung der Flächen deutlich höher.

„Hier setzt die Naturschutzberatung Bayern an und greift mit dem Projekt Wiederansiedlung gefährdeter Ackerwildkräuter die guten Voraussetzungen des biologischen Landbaus für die Ackerpflanzen auf. Durch die gezielte Aussaat heimischer und gefährdeter Ackerwildkraut-Arten in den Naturräumen Münchener Schotterebene und „Fränkischer Jura“ leisten die Bio-Betriebe einen Beitrag für die Artenvielfalt auf dem Acker“, erklärt Naturschutzberaterin Katharina Schertler.

In der Münchner Schotterebene können Bio-Betriebe ab Herbst 2014 aktiv werden und heimische Kräuter wie Großer Frauenspiegel, Acker-Rittersporn, Acker-Steinsame und Acker-Lichtnelke durch Aussaat ansiedeln. Im Fränkischer Jura startet das Projekt 2015 mit der Herbst-Aussaat von Acker-Lichtnelke, Acker-Rittersporn, Großer Frauenspiegel und dem Acker-Hahnenfuß. Ein Jahr nach der Aussaat wird der Anwuchs auf den Flächen ausgewertet. „Wir wünschen uns, dem Artenverlust auf dem Acker sichtbar entgegenzuwirken“, kommentiert Schertler das biolog–Projekt.

Das Saatgut der Firma Krimmer für die Münchner Schotterebene liegt zur Einsaat bereits vor. Für das Fränkische Jura sammelt Katharina Schertler auf den Flächen von Bio-Betrieben die geeigneten Ackerpflanzen für die Vermehrung auf dem Betrieb Samberger in Pilsach und die Aussaat im Herbst 2015.


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