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Das endgültige AUS für bunte Bioeier

Der bayerische Landwirtschaftminister Josef Miller und auch Bundesminister Seehofer waren sich einig: Das traditionelle Färben von Bioeiern wie es seit Jahre Usus war sollte, bis die dafür verwendeten Farben in die überarbeitete EU-Bio-Verordnung aufgenommen werden, weiter erlaubt bleiben. Diese Meinung hatte Walter Höhne schriftlich von Horst Seehofer wie mündlich von Josef Miller bei seinem Besuch auf der Messe Biofach.

Diese Aussagen wurden nun mit einer e-mail aus Brüssel zunichte gemacht. Mit den trockenen Worten „…so lange die angeführten Zusatzstoffe noch nicht dem Teil A des Anhang 6 dieser Verordnung (EU-Bio-Verordnung 2092/91 – Anm. der Redaktion) hinzugefügt worden sind, ihre Anwendung in ökologischen Produkten nicht erlaubt ist...“ wurde das endgültige AUS für bunte Bioeier zum Osterfest 2008 besiegelt.

Für Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei,  und seine 23 Landwirte ist das die denkbar schlimmste Entwicklung. Seit Jahren liefert er an den Naturkostfachhandel und an den Lebensmitteleinzelhandel saisonal zur Osterzeit gekochte und gefärbte Eier. Nun füllt sich sein Lager mit Tausenden von bunten Bioeiern (aktuell lagern 250.000 in Vohburg), die er nicht als solche vermarkten darf. „Das ist nicht nur finanziell ein großer, an die Existenz gehender, Einbruch. Die Entscheidung ist auch mit dem Hintergrund, dass die Farben auf unseren Eiern in anderen Bioprodukten verwendet werden dürfen, nicht zu verstehen“.


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